Ziegenhagen

Der Ort Ziegenhagen liegt ca. 3 km östlich von Falkenwalde und 4 km nördlich von Reetz i. d. Neumark. Die Grenze zum Kreis Arnswalde trennte Ziegenhagen vom Nachbardorf Klein Silber. Amtsbezirk war Falkenwalde, wo sich auch das Standesamt und der Bahnhof der Reichsbahn von Stargard nach Kallies befanden. Die Post wurde von Reetz, Kr. Arnswalde aus betreut. Die Volkszählung von 1910 ergab eine Einwohnerzahl von 172. Bis zum Jahr 1939 stieg die Zahl der Bewohner auf 249, die in 63 Haushalten lebten. Hiervon waren 125 weiblich und 124 männlich. In der Land- und Forstwirtschaft waren 214 Menschen, in Industrie und Handwerk acht und in Handel und Verkehr fünf Menschen tätig.


Wassermühle des Herrn Kapitzki an der Ihna. Sie war bis in die 70er Jahre hinein noch in Betrieb. Dort wo
man links ein Auto sehen kann stand früher ein Haus.                                            Foto: Ralf Fitzner  2008


In diesem Haus war früher eine Kneipe und ein Kolonialwarenladen untergebracht. Im Stall hinter dem Haus
gab  es zeitweise  ein Dorfkino.  Man kann die  schwarze Schrift "Kino" noch hinter der neuen Hausnummer
 "Rybaki 2" erahnen.                                                                                                Foto: Ralf Fitzner 2008

Bild rechts: Der "Russendamm". Dieser Weg führte von Ziegenhagen aus in ein Waldgebiet, welches der "Stabenow" genannt wurde und zu Ziegenhagen gehörte. Den Namen "Russendamm" verdankt der Weg der Tatsache, daß er von russischen Kriegsgefangenen gepflastert wurde. Auch dieses Foto wurde uns von Herrn Ralf Fitzner zur Verfügung gestellt: Weitere Bilder von ihm aus der Nachbargemeinde finden Sie auf  www.klein-silber.de  Die Informationen zu den Bildern stammen von Gerd Unverferth.